Fipsen läuft...

19:03 Dienstag, 27. November 2007

Ich muss laufen.
Ich weiss nicht warum, aber ich muss laufen.
Es trifft mich völlig unvorbereitet. Die Füsse schmerzen, aber ich muss laufen. Das Klima sollte konstant sein, dennoch wird mir heiss und kalt. Ich reisse mir die Oberbekleidung vom Leib.
Ich muss weiter laufen.
In meiner Lunge entzünden sich tausende kleiner Streichhölzer gleichzeitig, während Millionen von Moskitos sich auf meine Beine stürzen, aber ich muss weiter laufen. Die Moskitos werden zu Gabelstichen, während das Luftholen so beschwerlich wird wie beim Kuscheln zwischen den Brüsten meiner Freundin. Ich wünschte ich wäre angemessen ausgerüstet, die Schuhe verweigern meinen Zehen nachhaltig sauerstoffreiches Blut.
Ich muss immer weiter laufen.
Sekunden werden zu Stunden, während Meter in den Nano-Bereich zu stürzen scheinen. Wie weit bin ich gekommen? Wie lange laufe ich schon? Eine Stimme treibt mich unaufhörlich an, es ist noch nicht genug.
Ich weiss nicht warum, aber ich muss weiter laufen.
Mein verschwitztes Hemd legt sich an meine Haut wie ein Lecktuch aus Latex über seinen Bestimmungsort. Es reibt, es schmerzt, es war teuer und wird dennoch hinüber sein.
Aber ich muss weiter laufen.
"TickTackTickTack" vermeine ich zu hören, als mir eine Faust in den Magen schlägt und schwermütige Übelkeit die Brust emporklimmt. Ich bekämpfe den Brechreiz und verschaffe meinem Gehirn ein paar Augenblicke gedankenloser Dunkelheit.

Ich öffne die Augen und sehe Sterne vor einem weissen Licht, die Schmerzen schwinden.
Ich laufe weiter.
Es geht mir gut! Ich weiss nicht warum, aber ich könnte ewig so weiterlaufen. Eine warme Hand streichelt meinen Körper, mein Kopf jauchzt "Freude!!" und meine Hose beult sich etwas.
Ich höre auf zu laufen...

"Vielen Dank für die neue Erfahrung", sagt die Stimme. Ich möchte IHR danken.

"Das ist das erste Mal, dass jemand beim Belastungs-EKG ununterbrochen pseudo-philosophischen Mist vor sich hin sabbelt, und jetzt runter vom Laufband!", meint mein Arzt.


Fipsen im Supermarkt

15:00 Sonntag, 30. September 2007

Ich muss mich mit der ungewöhnlichen Situation, seit der Einführung eines Blogs im Zugzwang der Regelmäßigkeit zu stehen, mehr beschäftigen.

Schließlich ist dieses Blog nicht geschaffen worden, um der Welt mein Liebesleben, politische Aktivitäten oder die Vorteile von französischem, zweilagigem und fusselfreiem Klopapier mitzuteilen. Ich labe von der Exisstenz der Blogs, ich bin gar dankbar um deren Erfindung. Schließlich sind Blogs äußerst repräsentativ für die Sinnlosigkeit des verbreiteten Mitteilungsbedürfnisses im Internet. Wie sonst hätte sich die Sinnlosigkeit meiner Webseite also noch steigern lassen? Bleibt ein letztes Problem: Dem studentischem Idealismus oder vor allem dem unschätzbaren Zeitvorteil war es zu verdanken, sich jeden Tag mit der Alltagsabenteuerei beschäftigen zu können. Man sollte vergessen, was grenzdebile Staatsoberhäupter von sich geben... die wahre Achse des Bösen ist die Alltagsroutine. Auch ich wurde in ihren Bann gerissen.

Da bleibt nur, sich bewusst auf alte Werte zu besinnen. Beim Besuch eines Supermarktes habe ich ab sofort nichts mehr zu verlieren, schließlich gehe ich nicht einkaufen, um Freundschaften zu schließen (diese Einstellung lässt sich beliebig einsetzen, sehr angenehm). Einkaufen wird eh immer anstrengender. Das fängt bei der Parkplatzsuche an. Fettärschige, gehfaule Hausfrauen gar versuchen immer direkt vor dem Eingang einen Parkplatz zu kriegen. Nachdem ich zielsicher den letzten Parkplatz in der hintersten Ecke wähle (weil ich gerne laufe), ziehen dieselben Beleibtheiten, deren Corsa ähnlich gut sitzt wie eine Leggins Grösse 36, ihre Kreise am Eingang. Ich fühle mich aufgrund meines Zeitvorteils etwas schäbig und verschwende Zeit mit dem netten Hinweis, da hinten sei jemand eingestiegen und fahre gleich weg (nie passiert). Zu Bestzeiten stand nach meinem Einkauf da immer noch eine und wartete auf den angeblich Herausfahrenden. Danach bleibe ich noch kurz aussen am automatischen Drehtor stehen und warte, bis es mit einem Maximum an Personen belegt ist. Ein kurzer, unauffälliger Schups genügt, um den Sicherheitsstopp auszulösen. Elegant wähle ich die konventionelle Eingangstür und habe wieder einen beträchtlichen Vorsprung herausgearbeitet.

Als ein Einkäufer, der weiss was er will, hat man es schwer im Supermarkt. Selbst mit ingeniösem Sachverstand ist es unmöglich, die Trudelbahn der orientierungslos und ohne merkliche Eigengeschwindigkeit umher torkelnden Renter vorherzusehen. Ich versuche Kollisionen auf die Einkaufswagen zu beschränken, alte Knochen brechen zu schnell.

In der Obst- und Gemüseabteilung ziehe ich mir eine Tüte, welche nicht für mich bestimmt ist. Ich folge dem ersten Rentnerpaar, welches meint, erstmal ca. 40 Äpfel antatschen und zurücklegen zu müssen, sammle genau diese 40 Äpfel ein und überreiche sie dem Rentnerpaar mit den lauten Worten "die gehören alle Ihnen!". Die kurze Verwirrungsphase nutze ich, um meine 2 Bananen und 3 (unberührten) Äpfel zu wiegen.

An der Wurst- und Käsetheke freue ich mich auf das alte Phänomen, dass die Leute die gesamten 12 Meter direkt vor der Scheibe wie angestochen hin und her rennen müssen, als könne man die Schnäppchenwurst sonst übersehen. Hier bevorzuge ich die antizyklische Bewegung mit Einkaufswagen, ohne dabei überhaupt auf die Wursttheke zu schauen. Entrüstete Schmerzensschreie übertöne ich mit "100g Schweinebraten bitte, daaanke!".

Am Schluss ist die Schnellkasse zu meiden. Maximal 8 Artikel können auch extrem langsam bezahlt werden. Der erstbeste Rentner entdeckt beim einschläfernden Münzsuchen in seiner Brieftasche eine Stecknadel und meint der 16jährigen Kassiererin in epischer Breite erzählen zu müssen, dass er im 2. Weltkrieg damit erfolglos ein Attentat auf Hitler ausüben wollte. Gegenfrage der Kassierein "Hitler? Ist das der, der den Krieg gewonnen hat?"

Auf dem Weg zu meinem Auto halte ich mit meinem Einkaufswagen noch eine fettärschige Hausfrau auf, damit ein junger dynamischer Ford Escort Fahrer mit Dumm & Willig Tuning direkt vor´m Eingang parken kann und denke mir: "Dich werd ich schon wieder los, plöde Alltagsroutine..."

Fipsen bloggt

15:07 Samstag, 25. August 2007

Ja moin!

Innerhalb der letzten verstrichenen Zeit war ich so derbe mit der Gründung einer eigenen Existenz beschäftigt, dass meine Hohmpäitsch generell im gramvollen "Keiner mag mich!!"-Abstellwinkel des Internets versauern musste. Das tut mir aufrichtig leid.... obwohl sie eine der sinnlosesten und am wenigsten besuchten Seiten im WWW bleibt und deshalb keinerlei Anspruch auf regelmäßige Aktualisierung hat!

Die Aktualisierung der Sinnlosigkeit ist allerdings ein ausgeprägtes Hobby von mir, z. Zt. ist dieser Sachverhalt aktueller denn je. Davon darf ich aber leider nicht mehr erzählen, sonst müsste ich Euch töten (aufgrund der Anonymität des WWW eine äußerst bescheuerte Drohung , ich weiß). Deshalb habe ich ein Blog erstellt, um ab sofort wieder und mit erschreckender Regelmäßigkeit sinnlose Ergüsse über mein Alltagsleben zu veröffentlichen.

Was gibt es also Neues seit dem letzten Posting? Ich habe mir ein neues Auto gekauft, seht selbst:

Es handelt sich um einen schwarzen Golf V GTI Edition 30 mit schwarzen Felgen (fotographiert bei bei Nacht).

So denn, Fipsen´s Hohmpäitsch startet in neue Dimensionen, ich freu mich!

Fipsen in Lippe

13:04 Mittwoch, 16. Mai 2007

Ja moin!

Fipsen arbeitet? Was ist passiert? Ich mußte im Sommer 2005 zu meinem Bedauern das selbstbedruckte "Diplomand" T-Shirt im THW-Design (man mußte sich ja stets vom ordinären Studentenpack abheben) im Schrank verbuddeln, da man mich in den akademischen Stand des Diplom-Ingenieurs erhob. Dies hatte eine recht amüsante Bewerbungsphase zur Folge, mit teils abenteuerlichen Auswüchsen. Da gibt es doch tatsächlich grosse Unternehmen im norddeutschen Raum - dank deren technischer Errungenschaften der Mensch in der Lage ist, innerhalb von wenigen Stunden jeden Fleck dieser Erde zu erreichen - die behaupten, sie bräuchten dringend Ingenieure. Nur um dann Bewebungen monatelang unbeachtet zu lassen. Man vermutet eine gigantische PR-Maschine nach dem Motto: Scheisse, geht´s uns beschissen. Aber bloss nix anmerken lassen, wir tun mal so als ob wir wachsen!

Dann, endlich, die Erlösung! Ich verließ das Schwabenland! Ein schmackhafter Job rief. Wer hier meint zu wissen, die Schwaben und die Lipper seien sich ähnlich, der irrt. Lipper können

- sprechen
- grüssen
- sich kleiden
- sprechen
- sich kultiviert benehmen
- sprechen
- ...

Leider fahren die Lipper noch beschissener Auto als die Schwaben, was ich kaum für möglich hielt, aber als Jungingenieur ist man ja anpassungsfähig. Schließlich sind Fipsen und Vorurteile erklärte Feinde. Wie z.B. die Lipper und die Schwaben... oder die Bayern und die Schwaben... oder die Ostfriesen und die Schwaben... oder die Schwaben und die Schwaben.... verdammt, diese Scheiss Schwaben!!!

Ich fühle mich also wohl bei den Lippern und fand hier Arbeit, Arbeit= Geld, Geld = neues Auto, Geld = Wohnung. Da lässt es sich getrost Burstach feiern. Ich weiss auch nicht, wer die alle waren. Kaum läßt man hier in Lippe beim Müllwegbringen die Tür offen, hat man die Bude voller Leute....

Fipsen verkauft Tee

15:02 Mittwoch, 25. April 2007

Unter der Rubrik "Teesorten auf welche die Welt nie gewartet hat" hier demnächst nicht zu bestellen:




























































































Rhabarber - Rindenmulch 100 g 1,99 EUR Bremsstaub - Birne 100 g 0,99 EUR
Schäferhund - Stachelbeer 100 g 1000,00 EUR Lapacho - Spanferkel 100 g 5,99 EUR
Kürbis - Fichte 100 g 4,99 EUR HiBa (Hirsch - Banane) 100 g 5,99 EUR
Döner - Sahne 100 g dreifuffzisch Rotbusch - Rasenkante 100 g 0,99 EUR
Turnschuh - Traube 100 g 1,99 EUR Plumpsklo - Pflaume 100 g 1,99 EUR
Poloniumblüte 100 g 10.000,00 EUR Apfel - Zement 100 g 1,99 EUR
Bowlingkugel - Brombeere 100 g 9,99 EUR Asbest - Melisse 100 g 5,99 EUR
Müllkippe - Mango 100 g 0,99 EUR Ananas - Getriebeöl 100 g 5,99 EUR
Maracuja - Mottenkugel 100 g 1,99 EUR Himbeer - Vaseline 100 g 1,99 EUR
Erdbeer - Kabeljau 100 g 2,99 EUR Brennessel - Blutwurst 100 g 1,99 EUR
Probieren Sie hier auch die angesagten Sommereissorten in Presswaffel.

Fipsen im Solarium Part II

15:01 Sonntag, 25. Februar 2007

Ja moin!

Neulich beschloss ich mal wieder ins Solarium zu gehen. Diesmal zertrümmere ich mir bei der gewohnt manuell aufzuschwenkenden Tür das Nasenbein beim zu schnell hineingehen wollen. Hinter einem versteckten Tresen hockt eine desinteressierte Mitt30erin, die bei der Show "Lippstar 1989" des Senders MDR im Band-Bauernhof vorzeitig ausschied. Diese schweigsame SM ist also nicht für ansprechende Dialoge zu haben, noch hält sie es für nötig, einem die wenig intuitiv zu bedienenden Geldeinwurfautomaten zu erklären. Mit ein wenig Ingenieurssachverstand wurde dann ein Gerät erwartungsvoll mit Euro geladen, um von der SM dann ein überraschendes "Die 17 ist aber total laut!!" zu hören. Natürlich nachdem man das Geld schon eingeworfen hat.

Wieder will mich keiner nackig sehen, deshalb entledige ich mich ziemlich emotionslos meiner Kleidung, lege mich unter das Gerät und erinnere mich während der Betätigung des Startknopfes an die gängigen Solariumsweisheiten. Als die Lüftung langsam startet, hoffe ich, dass nicht mal wieder vorzeitig ein ekelhaftes Flieder-Bananen-Aroma zur Beruhigung ausge*wwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww
wwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
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OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm*nd ich mir ein Taschentuch unter die blutende Nase halte und überlege, warum immer noch keiner die Marktlücke des eierkraulenden Solariums entdeckt hat, frag ich mich, wann wohl das Brummen in meinen Ohren aufhört. Jedenfalls werde ich diese SM gehörig vermöbeln, sobald ich wieder was höre....

Fipsen auf der Kirmes

15:00 Freitag, 25. August 2006

Ja moin!

Es ist mal wieder die Zeit der großen Kirmes, in vielen verschiedenen Winkeln dieses spaßsüchtigen Landes. Auch ich unterlag einmal mehr der Versuchung eines hohen Adrenalinpegels und leckerer Zuckersünden. Wie immer stellte ich meine obligatorische Rummelausrüstung zusammen, bestehend aus

  • 1 Schraube M12x50

  • 1 mit einer Mischung aus Orangensaft, Kakaopulver und altem Hering beschmiertes T-Shirt

  • 1 beliebigen TÜV-Bericht meines Autos

  • 1 Wattebäuschchen

  • 1 alten Handy, das man schon immer mal loswerden wollte

  • 1 orangenen und 1 gelben Warnweste

Solange der Magen nur leer und belastbar ist, will man grundsätzlich in die höchste und schärfste Achterbahn, und dies so schnell wie möglich. Wenn da nur die lange Schlange nicht wäre. Mitten in der Schlange lässt man nun möglichst unauffällig die Schraube M12x50 fallen, um sie umso auffälliger aufzuheben, hochzuhalten und laut zu fragen: "Weiß einer, wo die herkommt?" In der Regel reduziert sich die Schlange um mindestens die Hälfte. Hat einem die Achterbahn nicht gefallen, geht man auf dem Rückweg nochmals an der Kasse vorbei und hinterlässt die altbekannte Schraube mit den Worten: "Ich glaube die gehört Ihnen!"
Kurz vor Fahrtantritt sollte man das beschmutzte T-Shirt anziehen, denn sollte sich jemand vor einen setzen, den man dort nicht haben will, kann man mit dem stinkenden, verschmodderten T-Shirt am Leib immer noch laut stöhnen: "Hoffentlich muss ich nicht gleich wieder kotzen...."

Für die Schlange am Riesenrad muss man sich etwas Neues einfallen lassen. Vor allem sollte man wegen der meist vorkommenden Anwesendheit der Freundin etwas subtiler vorgehen. Man zückt also den TÜV-Bericht und fragt laut seine Begleitung: "Wusstest Du eigentlich, dass dies Reisenrad vor 2 Jahren wegen mangelhaften Schweißnähten auffällig war?" Auf die abgesprochene Gegenfrage, woher man das denn wüsste, erwähnt man seine (ruhig auch fiktive) Ingenieursausbildung. Wieder sollte sich die Wartezeit erheblich verkürzen.

Es folgt der erste Hunger, man ist immer noch in Begleitung, hat Bock auf Zuckerwatte, will diese aber nur einmal bezahlen. Man kauft sich weiße Zuckerwatte, probiert, dreht sich mit angewiderter Miene wieder um und reicht dem Verkäufer das zuvor unauffällig in der Hand verborgene Wattebäuschchen mit dem Hinweis: "Probieren Sie bitte mal, schmeckt irgendwie komisch"!. Daraufhin handelt man sich eine kostenlose zweite Zuckerwatte heraus, natürlich mit dem großzügigen Angebot, erstere selbst zu entsorgen.

Ab zum Autoscooter. Während der Fahrt zielt man nur auf hochpubertierende Halbstarke, die aufgrund ihrer lässigen Scooterfahrweise in späteren Jahren noch schmerzlich merken werden, dass Handy am Steuer Geld kostet und Punkte bringt. Mein Ziel ist es hingegen nur, ihnen durch gezielte Rammstöße das Handy aus der Hand zu schießen (bestenfalls dann auch noch mehrfach zu überfahren), um ihnen anschließend das mitgeführte, alte Handy zum guten Kurs verkaufen zu können, damit sie weiterhin posen können.

Während man nun (wie ein mustergültiger Kirmesbesucher) seinen regulär bezahlten, fettigen, oberleckeren Cheeseburger isst, zieht man wieder das Achterbahn-T-Shirt an, um den Grad an Gestank und Verschmutzung aufrecht zu erhalten. Wer weiß, wie oft man noch in diverse Fahrgeschäfte will.

Auf dem Weg zum Bierzelt brüllt man bei der Marktschreierpassage dem Wurstverkäufer zu, der Käsefutzi nebenan hätte seinen Penis mit dem von ihm verkauften Wattwurmwürstchen verglichen. Während sich beide laut beleidigend mit ihren Produkten beschmeißen, fängt man sich zwischendurch ne Wurst und ein Stück Käse für das morgige Frühstück auf. Mindesthaltbarkeitsdatum war zwar ohnehin gestern, dafür ist es aber umsonst. Im Bierzelt unterhält man sich dann angeregt mit einem End50er, der mit seiner Ich-AG "Online Schuhreinigung" scheiterte und beim zustimmenden Nicken die Augen soweit verdreht, dass man nur noch das Weiße sieht, über die Bedeutung neuer Leuchtmittel im Einsatz an Jahrmarktattraktionen für Kinder sowie den immer schlechter werdenden Geschmack von Zuckerwatte.

Nach dem Bierzelt ist die Feierlaune entsprechend groß, um einen Schießstand anzupeilen. Jetzt ballert man so lange auf empfindliche Gegenstände wie Standbeleuchtung, Kaffeetasse des Besitzers und dessen Genitalbereich, bis dieser völlig entnervt einen Trostpreis anbietet, welcher ungefähr einen Gegenwert zur entrichteten Ballergebühr darstellt.

Auf dem geplanten Heimweg lässt man seine Freundin schon mal das Auto holen, während man sich selbst die Warnweste in der zuvor erspähten passenden Farbe anzieht und sich von einem beliebigen Spätrummelbesucher seine Parkgebühr zurückholt.

So long, bis zur nächsten Rummelsaison.

Fipsen entdeckt die Langsamkeit

15:00 Donnerstag, 25. August 2005

Verirrt man sich in den Tiefen der medialen Wunderwelt namens "Internet", so findet man auf zahlreichen Webseiten schon zu genüge pseudo-intellektuelle Exkurse privater oder kommerzieller Hintergründe, die sich mit dem Thema "Langsamkeit" beschäftigen. In manchem Kreisen scheint die Langsamkeit schon Kultcharakter zu besitzen, langsam ist "in"! Arbeitslose Sozialpädagogiker witterten ihre Chance und verfassten Kurse, welche für ein horrendes Honorar gesunde, erholsame Langsamkeit vermitteln sollen. Im alltäglichen Leben. Was gehört zum alltäglichen Leben? Richtig, Autofahren! In Deutschland allerdings würde es niemand wagen, seinen Mitbürgern beim Thema Autofahren eine gewisse Langsamkeit an das Herz zu legen! Schließlich hat doch jeder Deutsche das schnellste Auto der Welt, all seine Problemchen wie mangelndes Selbstbewußtsein, Impotenz, Inkontinenz, mangelndes Artikulationsvermögen (ich denke da besonders an Schwaben), etc. lassen sich als Strassenrambo prima verdrängen.

Gut, ich gebe zu, nicht jeder gehört der geisteskranken Fraktion der "Vertreter-TDIs" an. Im Gegenteil! Immer, wenn man es eilig hat, sammeln sich die größten Schnarchnasen mit stoischer Ruhe in der Umgebung seines Autos, und sie wollen genau da hin, wo man selber gerne heute noch ankommen würde. Als Fahrer eines 170 PS starken Fahrzeuges hat man es besonders schwer. Überholen gelingt zwar mit Leichtigkeit, dennoch wird man als hochgefährlicher Raser mit Lichthupe beschimpft, nur um hinter dem nächsten Valiumkonsumenten zu landen. Was hilft?

Früh genug losfahren, um selber einen enormen Überschuss an Zeit zur Verfügung zu haben. Damit lässt es sich vorzüglich trainieren, NOCH langsamer als die anderen Verkehrsteilnehmer zu fahren! Schließlich hat man es satt, ständig aufgehalten zu werden. Selber aufhalten ist nun angesagt. Ein paar Tipps:

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
...sind dazu da, um unterboten zu werden. Grundsätzlich sollte man in der 30er Zone 20 km/h, in der 50er Zone 40 km/h, in der 70er Zone 60 km/h, niemals aber schneller als 80 km/h fahren, außer auf der Autobahn (siehe unten). Allein dieser Vorgang erfordert eine Menge Selbstdisziplin, je nach Charakter des Fahrers sind längere Übungszeiten erforderlich. Im 5. Gang die die Ortschaft zu fahren ist für den Anfang sehr hilfreich, da kommen die meisten Karren eh nicht aus dem Quark. Auf keinen Fall durch dicht auffahrende Verkehrsteilnehmer treiben lassen, zur Not den Rückspiegel verstellen, bis sie aus dem Blickfeld sind.

Kurven:
Auch auf gut ausgebauten Landstrassen sind 30 km/h prinzipiell schon zu schnell, schließlich kann man auch bei diesem Tempo noch derbe abfliegen, sich 28mal überschlagen und brennend in einem 2 km von der Strasse entfernten Tümpel versinken. Also frühzeitig vor der Kurve (sobald sie ins Blickfeld kommt, sei es erst am Horizont) das Fahrzeug langsam, aber beständig verzögern. Aus der Kurve wird im 5. Gang mit ca. 800 Umdrehungen beschleunigt, so dass selbst ein 2,5 Ltr. Reihensechszylinder nur ca. 3 PS zum Beschleunigen zur Verfügung stellen kann! Bei Regennässe sollte man noch bedächtiger vorgehen!

Vorfahrt:
Eine der gefährlichsten Situationen. Ideal, um folgende Verkehrsteilnehmer in den Wahnsinn zu treiben. Schließlich ist die Geschwindigkeit des am Horizont erscheinenden Fahrzeugs nur schwer einzuschäzen, also bleibt man lieber stehen. Nachteil: Ein Nachfolger könnte aussteigen und schlagkräftige Argumente aufführen, also immer ein Auge im Rückspiegel und sich notfalls auf sein wahres autofahrerisches Talent besinnen!

Ampeln:
Vor der grünen Ampel grundsätzlich vom Gas gehen, sie könnte schließlich jeden Moment rot werden! An der roten Ampel den Motor abstellen (das spart sogar noch Sprit), und erst bei gelb den Startvorgang einleiten, so dass noch mindestens 2 kostbare Sekunden Grünphase vergeudet werden! Anschließend im 2. Gang ohne Gas anfahren! Abwürgen kommt immer gut! Falls einer von hinten schreit, kann man ein selbst gebasteltes Schild "Anfänger" aus dem Schiebdach wedeln!

Kreisverkehr:
So lange warten, bis auch wirklich nicht der geringste Verkehrsteilnehmer in der Nähe des Kreisverkehrs zu entdecken ist! Nicht einmal eine Oma mit Gehhilfe! Dann langsam in eckigen Bewegungen den Kreisverkehr umrunden, stets aber vorbildlich korrekt blinken!

Tiefgaragen:
Einfahrt, 1. Versuch: So weit weg vom Ticketautomaten halten, dass man ihn nicht mal ansatzweise erreichen kann. Zurücksetzen.
Einfahrt, 2. Versuch: Zu nah am Automaten halten und so tun, als sei gerade der elektrische Fensterheber verreckt. Nun steht man also zu nah, um die Tür öffnen zu können. Mit dämlich entschuldigendem Lächeln zurücksetzen!
Ausfahrt: Einfach mal vergessen, das Ticket zu bezahlen, und sich zielsicher in die größte Ausfahrtschlange bugsieren. Mit dämlich entschuldigendem Schulterzucken das Auto stehen lassen und das Ticket bezahlen, an der am weitesten entfernten Kasse!

Tunnel:
Einfahrt: Unbedingt verzögern, schließlich wird´s da drin dunkel!
Ausfahrt: Unbedingt verzögern, schließlich wird´s draußen hell!

Geschwindigkeitskontrolle:
Beim Erblicken eines Blitzers die Empfehlungen in Geschwindigkeitsbegrenzung ignorieren und auf 25 km/h unter der Begrenzung verzögern!

Zebrastreifen:
Jeder sichtbare Fußgänger könnte hier die Strasse überqueren wollen, also vorsichtshalber einfach anhalten!

Grüner Pfeil:
Man muss laut Stvo hier zuerst an der roten Ampel an der Haltelinie komplett anhalten. Erst dann darf man unter erhöhter Vorsicht abbiegen. Das weiß aber kaum einer der Spacken da draußen, die heizen einfach drüber. Also einfach anhalten und mindestens 3 Sekunden warten, bis die Nachfolger glauben, man würde den grünen Pfeil ignorieren. Dies wird einem durch lautstarkes Hupen bestätigt. Nun wie gehabt im 2. Gang ohne Gas anfahren.

Clean Park:
Auch wenn die Schlange hinter der Waschbox schon aus dem Waschparkgelände herausführt, sollte man sehr bedächtig und gründlich sein Fahrzeug reinigen. Münzen fallen lassen kosten auch schön viel Zeit. Die Felgen werden erst IN der Waschbox mit Felgenreiniger eingesprüht, so dass man die vollen 5 Minuten Einwirkzeit genießen kann! Sollen die Anderen sich doch aufregen! Man musste selber lang genug warten, bis man dran war!

Autobahn:
Ich empfehle hier nicht langsam fahrend einem sich schnell von hinten auf der linken Spur näherndem Fahrzeug mit nur 100 km/h vor die Nase zu setzen. Macht das auf keinen Fall, das ist hochgefährlich! Das Leben Unschuldiger und euer eigenes Leben steht auf dem Spiel, also lasst das bloß sein!!! Auch nicht generell zu langsam fahren, die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h hat durchaus ihre Berechtigung, also haltet Euch daran! Wenn man allerdings von einem TDI-Raser oder einer Schnarchnase geärgert wurde, sollte man versuchen, auf die linke Spur und auf seine Höhe zu gelangen, nur um dort zu verweilen. Er wird versuchen, einen auszubeschleunigen, also gibt man genauso viel Gas wie er, nur damit er hinter dem nächsten LKW wieder verzögern muss! Das funktioniert natürlich nur mit einem recht leistungsstarken Fahrzeug. Ein Hinweis dazu: Wenn man bei so einer Aktion erwischt wird, kostet das meines Wissens 20 Euro Bußgeld.

Ich selber befinde mich noch in der Trainingsphase! Bisher stellt dies eine der größten Herausforderungen an meine Geduld dar, der ich mich je stellen musste! Ich rechne noch mit 2-3 Monaten Übung. Schließlich überraschen einen die anderen Verkehrsteilnehmer stets damit, dass sie DOCH noch langsamer können. Bei einer Übungsfahrt beachtete ich nicht den Punkt Vorfahrt. Die Verkehrsteilnehmerin unmittelbar hinter mir vollzog den von mir beschriebenen Vorgang, dabei bogen die am Horizont erscheinenden Fahrzeuge schon weit vorher woanders ab. Somit waren die von mir mühsam aufgestauten 19 Fahrzeuge wieder auseinander gerissen, was mich ärgerte. Ich musste anschließend mit 15 km/h durch die Ortschaft, bis ich wieder alle hinter mir eingefangen hatte.

Inzwischen verschafft es mir sehr viel mehr Befriedigung, wenn mich jemand aus purer Ungeduld aufgestauter Wut wild beschimpft, als dass ich mit meinem 170 PS Fahrzeug jemanden "versäge" (umgangssprachlich für: "schneller und ganz viel toller sein als andere Verkehrsteilnehmer"). Hat was, dieser Trend zur Langsamkeit!

Für alle, die den Grundkurs "Polnisch für Legastheniker" erfolgreich abgeschlossen haben, wird nun "Polnisch für fortgeschritten Grenzdebile" Teil I angeboten. Nach Beendigung der Kursreihe haben Sie die Möglichkeit, eine Prüfung abzulegen. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie ein Zertifikat. Zur Prüfung sind keine Hilfsmittel zugelassen. Die Prüfungsgebühr von 10 Euro ist an den Autor dieser Webseite zu Entrichten.

Porze, die
Eine Warze am Hintern

Rodzinne, die
Das Vermessungswerkzeug eines übereifrigen Holzfällers, um möglichst gerade Schneisen schlagen zu können

Skinal, die
Beleidigung, so in etwa wie "Du Gesichtsbaracke!"

Urwis, der
Der Großmeister allen Wissens

Pantalemon, die
Die Bestellung eines Erfrischungsgetränkes aus dem Coca-Cola Konzern von einer Person mit einem Sprachpehler

Porwal, der
Ein Wal mit unreiner Haut

Rozdawal, der
Eng verwandt mit dem Nasluchiwal. Zeichnet sich allerdings durch ein chronisch verstopftes Riechorgan besonders aus

Doskonale!!
Einer der vielen unverständlichen Ausrufe eines gut gelaunten, überlauten italienischen Pizzabäckers

Nagle, das
Schwäbisch-obszöne Bezeichnung für Geschlechtsverkehr

Dwoch, das
Das Stückchen Alufolie zum Abziehen, welches Tetra Packs versiegelt

Kielbase, die
Eine Cousine, wohnhaft in einer Hansestadt

Blat do pisania, das
Der Abschlussbericht der Pisa-Studie. Ergebnis: Schüler sind dumm! Immer!

Pudelko, der
Der alters-, hitze- oder schlagbedingte Knock Out eines Schoßhündchens

Bratek, das
Der Grill einer Würstchenbude

Nie, das
Wir sind die Ritter, die da immer sagen....

Husta sie!
Aufforderung eines Arztes an den Patienten beim Lungen Abhören

Fartuszek, die
Ein Parasit, nach dessen Biss unkontrollierte Blähungen einsetzen

Sklep, das
Klebstoff

Oberwani, der
Liebevolle Bezeichnung eines besonders Bekloppten unter dem Irrenanstaltspersonal

Zawahalie, die
Polnische Wüstenebene

Podatek, die
Der Tresen einer Nacktbar, auf welchem die Bedienungen tanzend ihre Hinterteile zur Schau stellen

Dalekich, der
Ein vergessenes Plastikteil in neu gekaufter Kleidung, welches ständig kitzelt

Patallach, der
Ein solch sauberer Witz, dass sogar ein Pfarrer darüber lachen kann

Okazala!
Zustimmender Ausruf, nach erhöhtem Alkoholkonsum die Wirtschaft zu verlassen

Smutek, das
Die Rückzugsmöglichkeit eines Schiffskochs

Lachmany, die
Zwanghaftes Lachen über Witze, die nicht lustig sind... meistens die eigenen

Obok nich!
Aufforderung, nicht bockig zu sein

Wierze wam?
Vergewisserung, ob die Heizung wieder funktioniert

Opalilo, der (die?)
"Opatrunek" nach einer Geschlechtsumwandlung

Erinnert Ihr Euch an das wenig glaubwürdige Ereignis, als mir in absoluter Finsternis der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Erwin Teufel seinen Blindenstock in die Wade rammte? Nach langer Durststrecke war mir mein Glück endlich wieder hold und versorgte mich mit literarischem Zündstoff!

Als Beweis gibt es ein Handybild, für welches wir ungeahnte Verrenkungen auf uns nahmen. Aus Angst vor Abmahnungen stelle ich das Bild hier aber lieber nicht öffentlich zur Verfügung.

Ich sitze also mit 3 Begleitern im McDonalds in der Weltstadt Aalen am Rande der Schwäbischen Alb. Man amüsiert sich prächtig. Gegenüber setzt sich plötzlich besagtes Mädel, Fipsen macht sich natürlich erst mal lustich, nach dem Motto:

"Ich rieche Kesselfleisch (sie war recht bauchfrei)!" und "Hat die da nen Popel anner Nase oder is dat n Piercing?"

Bei weiterer Betrachtung kommt der Gedanke auf, daß mir ihr Gesicht äußerst bekannt vorkommt... "Samma, hassu die nich erst vor´n paar Tagen im Fernsehen gesehen, in nem Interview? Neee, aber manchmal echt frappierend, wie ähnlich sich manche Menschen sehen..... verdammt ähnlich.... also so richtig... das is.... nee, dann müßte sie ja auf Englisch sabbeln..."

Anschließend hörte ich von ihr ein gekichertes "Ouh really, ain´t that cute!" Weia... das isse... was ZUR HÖLLE macht die hier in Aalen im McDonalds???

Bei dieser jungen Dame handelte es sich nun um "Joss Stone", eine englische Soulsängerin im knaggigen Alter von 17 Jahren, die weltweit in den Medien dafür bekannt wurde, die Stimme einer 50jährigen verrauchten und versoffenen schwarzen Barsängerin zu haben.

Fipsen: *stups*
Basti: Wassn? (ca. 7 Chicken McNuggets im Mund)
Fipsen: Alla!
Basti: Ja nu!
Fipsen: Da hockt Joss Stone!!!!
Basti: Wer?
Fipsen: JOSS STONE!!!
Basti: Kennichnich... (McNuggets-Nachschub)
Fipsen: So ne recht bekannte englische Soulsängerin!!
Basti: Na dann müßte die doch auf Englsich sabbeln, wa?

OUH REALLY???

Basti: Ouh haua.....
Achim: Wo denn???
Fipsen: Genau hinter Dir!!
Achim: Kann mich doch jetzt nich umdrehn... wie sieht das denn aus?
Fipsen/Basti: Sehr auffällig!

Nun kam es zur schier unlösbaren Aufgabe der Beweissicherung! *FipsenHandyZück* *BastiHandyZück*

*räusper*knips* (Mist, verwackelt...)

AHHHH *streck*knips* (Grünzeuch im Weg...)

*duck*knips* (Tischkante... ARGH)

Ich tu mal so als ob ich Dich knips.... AAAAAchtung, jetzt ducken! *knips* Zu spät geduckt... Nochmal! *knips* Meeenno, will Dich nich wirklich knipsen!!! Runner jetzt!

Inzwischen bemerkte ich an ihrem stur zu mir gerichtetem Blick mit leichtem Lächeln, daß sie es mir schwer machen wollte. Da hat sie aber nich mit Basti gerechnet, der von der Flanke aus *knips* YES!! Leider hat sein Handy eine bedeutend schlechtere Bildqualität als meins... Ich für meinen Teil hatte nicht vor, sie anzusprechen, da sie sonst keiner erkannte und sie die Ruhe sichtlich genoss... was will man da auch groß sagen...

"Skuus mi, hähähä, nice musik ju mäik!"

"Ouhhh sänk ju!" *kicher*

Nich so prall... von nem Autogramm kann man sich auch nix kaufen, außer es ist auf nem Blankoscheck! Zur Frage, was ZUR HÖLLE sie in Aalen zu suchen hatte: An der Art des Gepäcks und Gesprächsfetzen war zu deuten, daß sie wohl auf Rucksacktour durch Deutschland war. Am 1. Mai 2005 muss sie schließlich bei "Nur die Liebe zählt" antanzen...

Nach dem Essen übrigens gingen wir auf die Internetseite dieser jungen Dame, um uns selbst anhand von Bildern zu bestätigen, daß wir noch zurrechnungsfähig sind.

Wie hat sie sich verhalten? Sehr ruhig und unauffällig, schließlich wurde sie - wie schon erwähnt - nicht erkannt. Bemerkenswert finde ich nur, daß sie sich nebenan eine Pizza geholt hatte, sich bei McDonalds nur ne Cola und Ketchup holte, um dann dort die Pizza in Seelenruhe zu verspeisen, MIT McDonalds Ketchup.

Wahrscheinlich wollte sie nur mich sehen. Demnächst brüsten sich nämlich die Prominenten mit mir, nicht umgekehrt! Schließlich traf ich schon Ralf Schumacher, Katja Seizinger, Jörg Müller, Stritzl Stuck, den tätowierten Glatzkopf der beknackten Band "Knorkator", etc... Man stelle sich vor, Joss Stone kommt nach Haus und sagt zu ihrem Macker:

Joss: Du glaubst nicht, wen ich getroffen hab?
Macker: Na wer wird das schon gewesen sein!
Joss: Den Fips hab ich getroffen!
Macker: Doch nicht DEN Fips! Der Erwin Teufel im Dunkeln angemotzt hat??? Der mit Jörg Müller auffer Nordschleife unnerwechs war???
Joss: Wohl!
Macker: Hasse n Autogramm?
Joss: Nee, hab mich nich getraut!

Das wird so weit gehen, daß Aussagen kommen wie "Ralf Schumacher wird Weltmeister, sein persönlicher Fips stand ihm bei jedem Rennen zur Seite"; Oder Zuschauer werden bei einer Papst-Audienz fragen: "Wer ist denn der Kerl mit dem Hut neben Fips?"...

Ich werde meine Memoiren veröffentlichen, mit dem Titel "www.fipsen.de - Wie alles begann"!

Die abenteurliche Lebensgeschichte des Promintenjägers Fips, von spärlichen Handshakes mit BMW-Rennfahrern bis zum Backgammonspiel mit dem Papst. Joss Stone, 67, Sängerin, erinnert sich:

"Jaja, damals, als ich vor 50 Jahren dem Fips begegnete, veränderte sich mein Leben radikal! Ich wurde Rocksängerin, kaufte mir einen alten BMW, und ich bin nie wieder so gewaltig gekommen"

Fips streitet bis heute jeden sexuellen Kontakt zu Prominenten ab. Seine Treue sorgte in Fachkreisen für böse Stimmen:

"Hassu schon gehört, der Fipsen hat ne Freundin, die is nich mal berühmt..."

Nun, zumindest die Begegnung mit Joss Stone ist wahr, ich habe wieder genug Zeugen zu bieten... Prominente bei McDonalds? Ich liebe es!!!

Oder: "Polnisch für Legastheniker"

Eine kurze, keinesfalls ernst zu nehmende Einführung in die (aus deutscher Sicht) grandios amüsante Welt der polnischen Sprache, inspiriert durch ein Kinderbuch. Das habe ich im Laufe der Zeit so aufgeschnappt. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was die wahre Bedeutung der meisten Begriffe ist, noch ob die Schreibweise korrekt ist. Des Polnischen mächtige Mitbürger lachen sich entweder die "spodnie" (Hose! Ha, das weiß ich!) nass, oder schlagen mich beim nächsten Aufeinandertreffen gnadenlos zusammen. Für das deutsche Humorverständnis ist es ungemein hilfreich, die Worte/Begriffe möglichst "deutsch" auszusprechen und sich in Ermangelung der wahren Bedeutung zusätzlich weitere mögliche Bedeutungen zu erdenken:

Gdybym, das
Gesprochen: Gdebem mit kurzem "e". Das Geräusch beim Überfahren einer Autobahnbrückenfuge

Nasluchiwal, der
Eine Walart mit außergewöhnlich deutlich abgezeichnetem Riechorgan

Kot Miauczy, die
Katzenkacke

Los kot!!
Imperativ. Aufforderung an die Katze zu kacken

Twarz, der
Das Geräusch beim Zurücklehnen in einem Ledersessel

Krem do Twarzy, die
Pflegemittel, um Leder geschmeidig zu machen und zu enttwarzen

Dotknal, der
Der explosionshafte Börsenniedergang einer Internetfirma

O takich burzach!
Anrede, "Guten Tag, ich habe heute Geburtstag!"

Pobladl, die
Eine bayrische Lederhose

Nietoperz, der
Der osteuropäische Batman. Fährt dort allerdings Lada und trägt einen Anzug aus echt imitiertem Linoleum-Imitat

Niesprawiedliwi?
"Haben Sie häufiger Niesanfälle?"

Kukulka kuka!
"Schau mal, ein Industrieroboter!"

Piosenkarz, der
Ein profilierungsgestörter Musiker

Ul!
Fachlich fundierte Bekräftigung eines Arguments

Smar, das
Der Schmierfilm, der sich nach Jahren in einem nie gereinigten Kamm ansammelt

Rolnik, das
Ein nicht fahrbereites Auto

Duzy Arbuze
Eine polnische, gut bestückte Pornodarstellerin

Samolot, das
Ein Ultraschallgerät zur Untersuchung der Hoden

Nasienie klonu!
Abkommen unter Genforschern, nicht erhaltenswerte Körperteile keinesfalls zu klonen (entstanden nach Michi Jacksons Anfrage, seine Nase zu replizieren)

Sufit
Konditionell nicht auf der Höhe sein

Marzec: duzo blote i wietrzne dni
Die im Kinderbuch zu findende Übersetzung (ungelogen): "März, viel Kot und windige Tage!" Dem habe ich nichts hinzuzufügen...

Listopad, der
Taktischer Offizier der polnischen Marine

Biegnie, das
Ein starrer, unbiegsamer Gegenstand

Uderza, die
Die Schwester des berühmten Asterix-Zeichners

Opatrunek
Der saß früher immer an einer Bushaltestelle in Püttsee auf Fehmarn und begrüßte alle Urlauber mit freundlichem Winken

Als Brillenträger hat man es nicht leicht... es hat Jahre gedauert, bis man eine Brille gefunden hat, welche aussagt, daß man einen langen Schw*** hat (siehe "Fips & bellendes Schwabola"), und schon wird besagtes Machogestell bei einer beliebigen Alltagsangelegenheit durch defizitäres Talent/Taktgefühl/sozialkompetentes Verhalten irreparabel beschädigt. Ich möchte nun alle Brillenträger aus meinem Erfahrungsschatz laben lassen.

Autoschraubereien:

Das Wechseln des Schaltknaufs:

Brillenverschleiss: 1

Man muss mit beiden Händen kräftig ziehen, damit er sich löst. Dummerweise besteht gerade hier Kollisionsgefahr mit unterschiedlichsten Ausstattungsgegenständen:

- Der Schaltknauf selbst
- Der Innenspiegel
- Das Dach
- Das Lenkrad
- Der Handbremsgriff

Bedenke: 1 Brille ist billiger als 4 Zahnkronen!

Der einfache Reifenwechsel:

Brillenverschleiss: Max. 5

Du hast Dir also vorgenommen, selber Winter- bzw. Sommerreifen zu montieren. "Was kann denn da schon groß passieren?", wirst Du Dir denken.
Das Radkreuz wird es Dir einschlägig erläutern. Zuerst muss allerdings der Wagenheber aus dem Kofferraum geholt werden. Die Mutter lösen ist noch denkbar einfach und ungefährlich. Zwangsläufig aber wirst Du wie bekloppt am Wagenheber zerren, da er durch diverse Nachfüllbehälter für Öl, WischWaschgedöns, Auspuffgummis, Steinen, ner Dose Thunfisch vom Sommereinkauf 2002 und einem Knirps Regenschirm penetrant in Stellung gehalten wird. Diese Ansammlung von Kofferraumrelikten wird den Wagenheber erst dann abrupt freigeben, wenn sich Dein Gesicht 10 cm davor befindet.

Radschrauben lösen sich nie leicht! Du machst also was ganz Schlaues, hälst das Radkreuz mit einer Hand und trittst kräftig zu. Durch die Trägheit Deiner Masse ist Dein Kopf automatisch auf dem Weg nach unten, um die Drehung des Radkreuzes mit Deiner Brille zu stoppen.
Du wirst pro Rad eine Schraube benötigen, um zu lernen, den Kopf oben zu halten. Der Einbau sollte Dank des Lerneffekts dann reibungslos verlaufen.

Abdichten Ölthermostat:

Brillenverschleiss: 1-5

Das Ölthermostat sitzt am Ölfiltergehäuse eines 325i und öffnet sich ab einer gewissen Temperatur, um das Öl durch einen Ölkühler zu leiten. Dieses Ölthermostat ist von unten mit einem Stopfen verschlossen, welcher durch einen Sicherungsring gehalten wird. Dieser Stopfen tropft recht gerne. Er ist neu für ein paar Euro bei BMW zu besorgen.

Wichtig: Versuche gar nicht erst, den Stopfen unterm Auto zu wechseln. So viele Brillen hat der Optiker gar nicht auf Vorrat. Bau das Ölfiltergehäuse aus und lege es auf die Werkbank. Hierbei kann die Brille höchstens durch Ölspritzer verschmutzt werden.

Pople nun mit einem spitzen Schrauberzieher am Sicherungsring rum. Wenn Du merkst, daß er sich löst, werfe Dich schnellstmöglich auf den Rücken und versuche Dir innerhalb der 2 Millisekunden, bevor das Innenleben in der Garagendecke einschlägt, dessen Konstellation zu merken.

2 Umstände könnten zum Brillenexitus führen:

- Du bist nicht schnell genug auf dem Rücken
- Beim Entfernen aus der Decke hast Du sich lösende Betonbrocken nicht einkalkuliert

Bestandteil dieses Innenlebens ist nämlich eine gar nicht mal so schwache Feder. Nach stundenlanger Internetrecherche hast Du nun also die Einbaureihenfolge in Erfahrung gebracht. Der Stopfen ist gegen die Feder zu drücken und gleichzeitig muss der Sicherungsring in die Nut eingesetzt werden, und das ohne Spezialwerkzeug.

Der Vorgang der Stopfenentnahme wird sich mehrfach wiederholen, evtl. bis zur Entstehung eines Panoramafenster in der Garagendecke.

Beim Einbau des Ölfiltergehäuses nicht zu weit bücken, die Brille hat einen weiten Fall mit vielen Hindernissen vor sich.

Small-Talk:

Brillenverschleiss: Je nach Länge der Diskussion bis zu 3

Wildes Gestikulieren, um die Wichte seiner Argumente zu bestärken, sollte man tunlichst unterlassen. Die Brille wartet stoisch die schnellste Vorwärtsbewegung der rechten Hand ab, um dann zielstrebig Richtung endzerstörerischer Begebenheiten zu fliegen, z.B. offenes Fenster (im 18. Stock), prall gefüllte Tanzfläche, nem Eimer Schwefelsäure, etc.
Noch blöder ist es, als Brillenträger in die Faust eines diskutierenden Rentners mit Tunnelblick zu laufen.

Tanzen:

Brillenverschleiss: Max. 1

Es gilt, ebenso wie beim Small Talk, die Arm- bzw. Handbewegungen zu minimieren. Sind Schwarze anwesend, sollte man nicht schlecht über Black Music reden. Mittels einer Fauststirnfläche von ca. 30 cm² wird man Dir folgenden Sachverhalt erklären (welchen Du nur verschwommen durch rissige Kunststoffgläser wahrnimmst):

"Wenn Ihr Weissen eines Tages das Autoradio einschaltet, und es kommt keine Musik, dann wisst Ihr: Alle Schwarzen sind abgehauen!
Wenn wir Schwarzen eines Tages Fahrstuhl fahren, und es kommt keine Musik, dann wissen wir: Die Weissen sind alle abgehauen!"

"Teach-In" Roboterprogrammierung:

Brillenverschleiss: Max. 1, inkl. Knock Out

Du weißt nie, was der Roboter hinter Deinem Rücken macht. Ein Gelenkroboter hat 6 Achsen und somit verdammt viele Möglichkeiten, mit der Genauigkeit von 1/10 mm Deine Schläfe zu treffen, mit einem Override von 200%. Die Knautschzone Deiner Brille wird sich hierbei als "mangelhaft" erweisen.

Das Öffnen einer Tür:

Brillenverschleiss: 1, inkl. Jochbeinbruch

Du willst elanvoll einen Raum verlassen, öffnest mit Karacho die Tür und merkst einen Sekundenbruchteil später, dass sich einer Deiner Füße zu weit vorn befindet. Die Tür prallt vom Fuß ab, Du bist natürlich zu blöd, die Tür loszulassen. Dadurch ziehst Du umso stärker an der Tür, obwohl sich Dein Gesicht in Relation zum Öffnungswinkel der Tür schon 5 cm zu weit vorn befindet... Aua...

Ballspiele:

Brillenverschleiss: Unbegrenzt

Ganz böse... Fiese Mitspieler tauschen z.B. hinter Deinem Rücken den Basketball gegen einen Medizinball. Oder Du kannst höher springen als erwartet, so dass sich beim "Dunken" der Korbring dummerweise direkt auf Augenhöhe befindet. Oder Du spielst Fußball ohne Gleitsichtgläser... erstaunlich, wie schnell sich ein Ball von "fern" auf "nah" bewegen kann.

Sex:

Brillenverschleiss: Keiner

Wer beim Sex ne Brille aufhat, ist entweder mit nem volltrunkenen Supermodel im Bett, oder er hat bei der Aufklärung nicht aufgepasst und muss nebenher die Bedienungsanleitung zur "Frau" lesen. Beides sehr unwahrscheinlich....

Knuddeln:

Brillenverschleiss: Täglich 1

Wenn Deine Freundin mal wieder meint, ihre Liebe durch Kuscheln in Form einer Grizzlyumarmung zu zeigen, wird ein deutlich wahrnehmbares *knack* zu hören sein, wenn sich Dein Gesicht zwischen ihren Möpsen vergräbt.... die vergessen nämlich immer, dass man noch ne Brille aufhat.

Automatische Schiebetüren in Sonnenstudios/Supermärkten/Hotels/etc:

Brillenverschleiss: Mit Glück noch reparabel Die Scheissdinger gehen immer langsamer auf als man denkt, besonders wenn man´s eilig hat!

Clean Parks:

Brillenverschleiss: Im Sommer alle 2 Wochen 1

Schließlich will man es schaffen, mit nur einer Münze das ganze Auto abzubürsten. Der Schlauch der Bürste aber scheint die physikalischen Naturgesetze völlig ignorieren zu können.
Die Brille fällt dann mit Vorliebe durch das Gitter der Unterbodenwaschanlage *klöter*

Scheisse, ich glaub ich hol mir endlich Kontaktlinsen...

Das habt Ihr Frauen nun davon. Jahrzehntelang habt Ihr hart daran gearbeitet, uns Männer allmählich zu domestizieren.
Und nun? Der Mann im Jahre 2004 ist zu einem Weichei verkommen, und Ihr sehnt Euch wieder nach einem Macho.
Die ganze Arbeit war also umsonst.
Da habt Ihr Euch abgemüht, uns Männern völlig artfremde Dinge beizubringen, für die wir genetisch nie vorgesehen waren.

Ein Mann, der unfallfrei 50 cm Frischhaltefolie abziehen kann? Weichei!

Ein Mann, der weiß, daß es bei Tchibo außer Kaffee noch Dessous gibt? Weichei (außer er fragt sich, ob es die Dessous auch frisch gemahlen gibt)!

Da habt Ihr einen beschisssenen Tag gehabt und freut Euch darauf, es an Eurem Lebensabschnittgefährten auszulassen? Kaum kommt das Weichei zu Tür herein, sagt es auch schon: "Es tut mir leid, Du siehst toll aus!"

Merkt Ihr was? Kein "Du siehst HEUTE WIEDER gut aus", was unweigerlich die Gegenfrage "Wieso nur heute? Und wieso wieder? Seh ich sonst etwa scheisse aus?" zur Folge hätte...
und dann noch eine pauschale Entschuldigung für die männliche Existenz dazu. Habt uns in die Enge getrieben mit Sätzen wie "Ihr Männer leidet doch eh alle unter vorzeitigem Samenerguss!" Ist doch Quatsch! Wer leidet denn?

Wir wurden gezwungen, postpubertäre Mädchensendungen wie "Sex and the City" zu gucken, in welcher 4 bemerkenswert häßliche Dumpftrullas Ende 30 durch New York vögeln. Immerhin werden die Landkartengesichter nur noch von alternden, russischen Schmalspurkünstlern flach gelegt! Die 4 finden das auch noch witzig, Männer nach ihrem Geschlechtsteil zu benennen, wie z.B. "Mr. Big". Da wundert es mich nur, daß die Orangenschalen noch keiner "Miss Ugly" oder "Lady Disgusting" genannt hat! Und wo landen die Hängemöpse immer wieder? Richtig, bei Machos.

Ihr Frauen habt doch nur wegen unseres hyperaktiven, lauten Machogehabes Gefallen an uns gefunden! Denn bei der Paarungssuche ist es wie in der Chemie:

Mit wem geht das Atom wohl eher eine Bindung ein?

Mit dem jungen, aktiven Hüpfer, der die ganze Zeit am Abdancen ist?

Oder dem trägen Lahmarsch, der nur müde in der Ecke hängt?

War doch auch viel lustiger, als wir Männer noch echte Proleten waren. Nehmen wir als Beispiel die Frage:

"Was hatte ich an unserem ersten Date an?"

Diese Frage könnte das Weichei mühelos bis ins letzte Detail beantworten:

Sie hatte eine Jeans mit leichtem Schlag an, dazu ein dunkelblaues Langarmoberteil, kombiniert mit grauen Wildlederturnschuhen. Ihre Haare trug sie offen, ich trank einen Touch Down und sie einen Devil´s Tail, die Musik konnte man nicht hören, weil es viel zu laut im Enchilada war.

Viel lustiger wäre die Antwort eines gestandenen Machos gewesen:

Sie: Was hatte ich an unserem ersten Date an?
Er: Du hattest was an? Achja, muss ja... sonst hätte ich den Ausschnitt nicht so genau betrachten können!
Sie: Und wo war das?
Er: Öhm, im Puff? Weißichnichmehr...
Sie: Was haben wir getrunken und was ist unser Lied?
ER: Jau, ich hab was getrunken! Das war Schuld daran, daß ich "unser Lied" nicht hören konnte, weil ich in die Kloschüssel brüllen mußte!
Sie: Und das tut Dir nicht mal leid!!!
Er: Soll ich mich etwa dafür entschuldigen, daß ich ein Mann bin?
Sie: Du könntest wenigstens so tun! Und überhaupt könntest Du mir mal wieder sagen, daß ich gut aussehe...
Er: Okeee Fusselschnäuzchen, Du siehst heute wieder gut aus!
Sie: *argh*

Spätere Annäherungsversuche im gemeinschaftlichen Bett werden mit dem Satz "Jetzt nicht, Du hast Kopfweh!!" abgewürgt... *paddauz*

Man(n) wacht mit leichtem Kopfweh wieder auf und wundert sich, daß er die letzte Nacht ungewöhnlich tief geschlafen hat. Das Weichei würde jetzt das Frühstück ans Bett bringen, die Aprikosenkonfitüre getrennt vom Gemüsehappen... Denn das Weichei weiß ja, das "Apricot" und "Aubergine" nicht nur Obst und Gemüse sind, sondern Farben, welche sich beißen!

Der Macho weiß nie, wann Ihr Eure Tage habt! Verdammt, wir wissen auch nie was da vor sich geht! Die kommen und gehen immer ungelegen. Wollen wir, geht nich, wollen wir nich, müssen wir! Richtig gelesen, auch wir Männer wollen mal nicht. Viel Bier und ungarisches Essen schlagen ebenso auf die Libido wie totale Verweichlichung, da gibt´s für Euch Mädels also keine adäquate Lösung... außer "Bimbo Black Power" mit rotierendem Bürstenkopf im Orion-Shop! Das Weichei will ja bloß "Kuscheln", wenn Ihr Eure roten Tage habt. Das Weichei merkt sich sowas....

Aber seid getröstet, Ihr Weicheier! Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt der Zeitpunkt, an dem Ihr wieder zu echten Kerlen werdet.
  • Schlagartig wachsen Euch wieder dort Haare, wo sie nicht hingehören!

  • Bier schmeckt doch besser als Prosecco!

  • Ihr grunzt wieder, wenn Ihr etwas geil findet

  • Ihr kommuniziert überhaupt nur noch durch Grunzen


Danach müßt Ihr nur darauf achten, nie wieder zum Weichei zu werden! Das Wort "Ei" darf höchstens noch in Verbindung mit Euren "Bullenklöten" genannt werden. Oder zu Ostern, wenn Du mit dem Bruder Deiner aktuellen Freundin in 2 Tagen 42 hartgekochte Eier ißt...

Nun fragt sich der Leser bestimmt: "Wann ist denn nur dieser Zeitpunkt?"

Ganz einfach, der Zeitpunkt ist gekommen, wenn Eure Freundin aus heiterem Himmel zu Euch kommt und sagt, daß sie Abstand brauche. Danach verläßt sie wortlos mit gepacktem Koffer die Wohnung und ist nicht mehr zu erreichen. Der erfahrene Mann weiß: Klar, die ist nur zu feige, um direkt Schluss zu machen! Nach dem 3. Tag steigt selbst im übelst domestizierten Weichei langsam der Zwang der Rache auf! Rache im Sinne von

eine brennende Tüte mit Hundekacke drin vor die Tür legen... Machos sind so herrlich infantil!

Oder das Monatsgehalt für 12 tschechische Nutten und eine Stretchlimo opfern, um darin direkt vor ihrer Wohnung die Nacht durchzufeiern!

Oder die Verkäuferin in ihrem Stammklamottengeschäft davon zu überzeugen, das Apricot und Aubergine ihre absolute Lieblingskombination ist

Ihr werdet dann recht schnell merken, daß die (natürlich von Frauen) indoktrinierte Aussage "Einfach nur Sex mit ständig wechselnden Partner macht auch nicht glücklich!" völliger Blödsinn ist. Wer will denn dabei schon auf Dauer glücklich sein? Nur für 10-60 Minuten, je nach körperlicher Verfassung!

Also:
Rache ist gut! Sie unterscheidet uns Menschen von den Tieren und ... den Gänseblümchen. Denn glaub mir, wenn Du Deine Ex-Freundin nach 1 Woche im Strassencafe knutschend mit ihrem neuen Stecher siehst, würde ihr selbst ein Gänseblümchen in den Arsch treten.

Fipsen bestellt Bier, international!

14:56 Mittwoch, 25. August 2004

Nun gut, auf die Idee, in jeder Sprache dieser Welt ein Bier bestellen zu können, kamen sicher schon andere. Unter About Fips ist ja nachzulesen, daß ich mir dieses hohe Ziel auch schon steckte. Mir wurde allerdings bewußt, daß diese Idee völlig schwachsinnig (wie eigentlich alle meiner Ideen), und - wie gesagt - auch schon vorhanden ist.

Deshalb beschloss ich, mich auf die wichtigsten Sprachen zu beschränken und dazu noch landestypische Tipps zum Bestellverhalten zu geben. Andere schreiben nämlich einfach nur die Übersetzung hin, was ja evtl. Probleme beim Bestellen nicht verhindern kann.

Deutsch: Ein Bier bitte!

Ganz simpel! Man kriegt, was man bestellt, ohne böse Überraschungen! Der Deutsche ist sowieso einer der größten Biertrinker, man wird wohlwollend und gesellig in der Kneipenrunde empfangen. Die einzige Gefahr besteht darin, nach der 27. Wiederholung dieses Satzes
  • angeregt mit dem Kneipenhocker über Kunstrasen zu diskutieren

  • dem Typen, der am Klo hockt, eins auf´s Maul hauen zu wollen

  • die Kellnerin für die "sssönst Fru dr Wält" zu halten

  • für den Heimweg um 4 Uhr morgens 2 Stunden zu brauchen (man hat ja dann noch ne Stunde Schlaf)

  • daheim den neuen Mann seiner Ex-Frau anzurufen und die Adoption seiner Kinder zu verlangen

  • am nächsten Morgen nicht zur Arbeit zu gehen


Schwäbisch: A Halbe, bittschee!

Man bekommt einen halben Liter Bier, der gar nicht mal so gut schmeckt und nach 2 Minuten schon lätschig wird. Die Geselligkeit wird sich in Grenzen halten, da man die Schwaben sowieso nicht versteht. Will man auch nicht. Denn sogar von nur einem halben Liter Bier kann sich sofort ein unangenehmes Pochen in der linken Schläfe ausbreiten, welches durch den grausamen Muttersprachenmord der Mittrinker noch verstärkt wird.

Norddeutsch: Nflens!

Man bekommt ein herbes leckeres Bier in der Dübelflasche (Bügel? Wie datt Dingen auch immer heißt... bis jetzt hat´s erst einer gemerkt ;-))! Zu Öffnen mit einem satten "Pflopp"! Kommt besonders gut direkt neben dem Ohr der saugeilen Torte, welche man gerade eh anmachen wollte! Der Abend verläuft desweiteren dann seeehr ruhig (man kennt ja die Flensburger Werbung), bis man irgendwann vom Hocker fällt und seelig entschlummert. Geweckt wird man evtl. von einem Centabsatztritt in die Nieren, weil die geile Schnecke das wohl doch nicht so lustig fand...

Ostdeutsch: Nü, isch hätt görn n Biö, büdde!

Schmeckt so lala, man muss sich nebenbei noch anhören, wie doll doch früher alles war. Montags hat man dann auch nur Zeit für ein Bier, schließlich wartet die Demo gegen Hartz IV (Schüttelreim).

Bayrisch: ...

Egal was Du bestellst, Du kriegst eh immer Bier. Schließlich ist dies dort Grundnahrungsmittel...

"N Kaffee bitte!"

"Also n Bier"

"Nee, Kaffee!"

"N Bier?"

"K...A..."

"B...I..."

usw! Eingefleischte "Simpsons"- Fans kennen diesen Dialog!

Englisch: A beer, please!

Man kriegt in so einem Pub ne dunkle, schwere Brühe, von welcher auch nur das 1. Glas schmeckt. Als Deutscher wird man dann wegen seiner mangelhaften Aussprache weitestgehend ignoriert, bis im Hintergrund auf´m Fernseher das 1. Fussballspiel des Abends gezeigt wird. Man sollte seine Rippen schützen beim Laufen!

Französisch: Je voudrais de la bière, s'il vous plaît!

Man wird versuchen, Dich zu einem Rotwein zu überreden! Höre auf sie, ist besser so! Bier mit Stangenbort & Käse schmeckt einfach scheisse!

Holländisch: Ik wil graag een biertje, alstublieft!

Nimm Jägerpils! Davon kost die Kiste nur 4,95 Euro, und datt Zeuch schmeckt sogar warm! Knallen tut´s dann sowieso... Die Holländer sind auch erstaunlich nett, man kann mit denen sogar über Fussball und deutsche Autobahnen reden. Mit denen ist gut Biertrinken, ehrlich!

Finnisch: Saisinko Olutta!

Keine Ahnung was man da kriegt, probier´s aus! Wenn man in einer Kneipe in irgendeinem finnischen Wald hockt, ein silberner Mercedes vorbeirast und der Kneipenbesitzer kopfschüttelnd "Mika" seufzt, ist man jedenfalls richtig.

Italienisch: Vorrei una birra, per favore!

Sag das, und zwar genau das! Hänge kein Wort daran, daß Du mal auf einem öffentlichen Großstadtlokus gelesen hast. "Stronzo" oder "Culone" führen statt dem bestellten Bier zu Faustschlägen, "Cornuto" gar zu einem Messer in der Milz. Obwohl dies lustige Wort fast wie eine leckere Eissorte klingt, benutze es nicht! Man will ja später vielleicht noch mal ein Bier bestellen...

Portugiesisch: Quero cerveja, por favor!

Setz Dich dazu, grunze laut "Rattamahatta" und behaupte, "Sepultura" sei die beste Band der Welt. Ich glaub das kommt gut an...

Spanisch: Quisiera una cerveza, por favor!

Benutze keine Brieftasche, suche Dir eine Verande, leere Dein Bier, schlafe ein und erinnere Dich vor allem beim Aufwachen, warum Du dort bist und Dich niemand außer Du selbst unter Drogen gesetzt hat.

Schwedisch: Kan jag fa ett glas øl!

Du wirst das Bier von einem wunderschönen blonden Mädchen serviert bekommen. Versuch sie flach zu legen, lohnt sich! Schließlich hat das Bier umgerechnet ca. 32 euro gekostet....

Tschechisch: Chtel bych pivo, prosím!

Wiederhole den Vorgang aus Schweden. Tschechien hat die hübscheren Blondinen, das Bier ist billiger und schmeckt auch noch! Schließlich kommt das weltbekannte "Budveiser" (vor allem bekannt durch völlig beknackte waaazzzzuuup Werbungen) urprünglich aus der tschechischen Stadt Budvar!

Polnisch: Jedno piwo, prosze! (das "e" in "prosze" hat eigentlich unten noch so´n schwulen Haken! Sah mir zu unanständig aus)

Fragt dazu einfach meine Freundin und ihre Geschwister aus, E-Müll Adressen verteile ich auf Anfrage ;-)

Dänisch: Et øl, tak!

Die Däninnen sind auch süß! Das Bier schmeckt ganz okeee. Ein Pils kostet umgerechnet ca. 4 Euro. Also auch nicht grad am billigsten da oben. Zudem muss man in dieser stinklangweiligen Landschaft erstmal ne Kneipe finden. Vorteil: Die meisten Dänen können deutsch und sind recht gesellig! Gib als Deutscher aber nicht mit Deinem brontalen Auto an, Dänen mögen sowas nicht. Du wirst herausfinden, warum!

Griechisch: Mia bira parakalo! Jassou!

Sag ihnen, wie doll Athen 2004 war! Schon bist Du freundlich aufgenommen. Wundere Dich nicht, wenn sich am nächsten Morgen Deine Muskelmasse verdoppelt hat und Du das erste Mal in Deinem Leben nicht schnaufen mußt beim Treppensteigen!

Mandarin (Chinesisch): Wo yao yibei pijiu!

Kann ich echt nix zu sagen... bleibt nur zu hoffen, daß man das Bier überlebt!

Japanisch: Biiru o ippai kudasai!

Und freundlich bei Lächeln! Vor 23 Uhr wirst Du sehr allein in der Kneipe sein, die sind alle noch arbeiten... Danach fangen die Japaner gleich mit Schnäpsen an, das knallt schneller! Das Bier ist aber sehr lecker, wirklich! Wer deshalb nicht gleich um die ganze Welt fliegen will, kann sich in der nächsten Sushi-Bar erstmal ein "Kirin" bestellen.

Russisch: Odno piwo, poschalujsta!

Sehr zweifelhaft, ob man überhaupt ein Bier bekommt. Eher Vodka im Bierkrug! Trinke niemals auf Ex! Die Russen stoßen auf alles und jeden an, alle 2 Minuten! Leere Gläser werden sofort aufgefüllt! Mitteleuropäische Lebern zücken dabei nach dem 1. Versuch schon die weisse Fahne! Achja, und klaue keine Ogurietz (Gurke)! Die sind Volkseigentum! Wenn Du dabei erwischt wirst, geht´s ab ins ost-sibierische Gulag (Gefangenenlager). Dort mußt Du 24 Stunden in der Nacht (kapiert?) mit einem Blecheimer auf dem Kopf im Schnee stehen! Deine einzige Chance auf Abwechslung besteht darin, den Towarrischtsch (Genossen) Lagerkommandanten davon zu überzeugen, sein Gulag an das Pariser U-Bahnnetz anzuschließen! Boschemoi (Mein Gott...)!!!!

Schwytzerduetsch: E stange, merci!

Sagt man so in Zürich! Versuche nicht allzu sehr zu spucken, wenn Du ihre Sprache verarscht. Und falls Du auf ein Käsefondue eingeladen wirst, nimm Dir ein paar Tage Zeit! Wenn Du in Form einer 8 umrührst, schindest Du extrem Eindruck. Denn dann brennt in der Mitte nix an...

Türkisch: Bir bira, lütfen!

Da krieg ich jedes Mal ein weisses, cremiges Getränk, das nach Joghurt schmeckt... Ich glaub, die verarschen mich immer... Muß wohl weg, das Zeuchs....

Bleibt mir auf schönstem Norddeutsch nur noch zu sagen: Proust, hau wech die Scheisse! (Wenn einer noch muss, abba dann is Schluss!)


Ich gehöre zu den Personen, welche als größte Gabe der Menschheit ohne zu zögern die Musik nennen würden. Da es zu hoffen bleibt, daß in den Tiefen des Netzes Informationen über viele Jahre erhalten werden (vielleicht auch meine bescheidene Hohmpäitsch), verspüre ich nun einfach das Bedürfnis, meinen Musikgeschmack in textlicher Form festzuhalten. Ist vielleicht nur ein blöder Gedanke, aber evtl. stolpere ich in 40 Jahren wieder über diesen Text und falle lächelnd in den Erinnerungsstrudel. Bestenfalls kann ich dann meine Enkel davon überzeugen, den in ihr Gehirn integrierten Soundchip, welcher willkürliche elektronische Geräusche mit einem Ansatz von Rhythmus sendet, für ein paar Minuten zu deaktivieren, um sich von ihrem Opa von noch richtig guter Musik erzählen zu lassen.

Denn inmitten von Kriegen, Hungersnöten und allen anderen menschlichen Grausamkeiten gibt es immer wieder wenige Genies, die mit ihren Melodien Menschen mitreißen, sie für ein paar Minuten zum Mittelpunkt des Universums werden lassen! Musik verbindet Menschen über die Barriere der Sprache hinaus, Musik ist wortlose Kommunikation. Auf der anderen Seite hilft die Musik mittels Sprache, sich Problemen zu stellen oder vergangene Ereignisse zu verarbeiten. Sollte jemals außerirdisches intelligentes Leben diese Welt betreten, so sollte es wortlos eine Sammlung unserer schönsten Musik überreicht bekommen. Nicht auzudenken, wenn stattdessen ein debil grinsender Goerge Walker Bush mit seiner Schrottflinte auf die armen Kreaturen zustapfen würde...

Ich stehe bedingungslos zu der unten aufgeführten Musik! Ich werde über den Beleidigungen stehen, manche Lieder davon seien einfach nur schwul etc. ;-)

Zwecks der Übersicht werde ich versuchen, halbwegs chronologisch vorzugehen...

Tabaluga & die Reise zur Vernunft

Das war mein erster Kontakt zur Musik, geschadet hat es offensichtlich nicht, schließlich spiele ich heuer ein paar Instrumente. Mit den Namen Peter Maffay und Rolf Zuckowski verbindet man zuerst ja nichts Positives. Der eine ist ein Gnom von hinter den 7 Brücken, der überwiegend nur schlechte Schlager singen konnte, der andere ist ein grenzdebiler Kindergartensänger, der Lieder über Zebrastreifen singt...

Was die Beiden aber 1983 gezaubert haben, ist meiner Meinung nach das schönste musikalische Märchen geworden. Die Geschichte bietet erstaunliche philosophische Ansätze zur Erklärung der Vernunft, die Melodien sind einfach nur eingängig und schön. Seit 21 Jahren begleitet mich nun schon dieses Märchen. Es ist für mich so selbstverständlich geworden, daß ich es sogar beim Schreiben dieser Story erstmal vergessen habe *schäm* Habe diesen Absatz heute, am 25.11.2004, nachgereicht....

Beethoven - "Marcia Funebre" aus der Symphonie No. 3 Es-dur op. 55 "Eroica"

Sehr eindringliche, düstere Melodie, die einfach nur traurig macht. Nicht umsonst heißt sie der "Trauermarsch". Es beginnt träge und lethargisch wie ein erwachender, trauernder Elefant, nur um immer mehr an Kraft zu gewinnen und schließlich mit Getöse aufzustehen. Dämliche Assoziation? Ich finde das recht treffend...

Beethoven - Mondschein Sonate

Boah, mal einfach mit nem Walkman (heuzutage ja "MP3-Player") raussetzen und dazu den Mond betrachten. Der Effekt ist schwer in Worte zu fassen!

Edvard Grieg - "Solveig´s Lied" aus der "Peer Gynt Suite"

Erinnert total an Frühling, erwachende Natur, das ganze kitschige Zeuchs...

Camille Saint-Saens - "Der Kuckuck tief im Wald" aus "Karneval der Tiere"

Ein Klavier und eine Klarinette! Mehr braucht es nicht, um im Kopf des Hörers das komplette Bild des Titels aufzubauen!

The Who - Behind Blue Eyes

Wahnsinnig tolles Lied! Sehr gut gecovert von Limp Bizkit. Das Original klang irgendwie zu hippiedrogenverseucht, obwohl die Komposition über jeden Zweifel erhaben ist!

Peter Gabriel & Kate Bush - Don´t Give Up

Zu Peter Gabriel kommt weiter unten noch was! Man ist das ein tolles Lied! Und dieses mega-einfache Video, in welchem beide einfach nur Arm in Arm singen... das hat mich kleinen Steppke total beeindruckt, als ich das zum ersten Mal sah!

Sinead O'Connor - Nothing Compares To You

Natürlich sah das Mädel ohne Haare einfach nur kacke aus, aber das Lied hätte man nicht besser machen können.

Shakespears Sister - Stay

Da treffen 2 Stimmen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, beide auf ihre eigene Art unglaublich sexy. Der ewige Kampf Gut gegen Böse.

Queensryche - Silent Lucidity (Unplugged)

Gänsehaut! So macht man Musik!

Faith No More - Just A Man

Charmanter kann man es nicht ausdrücken. Klingt beim ersten Hören wie billige Fahrstuhlmusik, reißt einen aber beim zweiten Mal echt vom Hocker!

Red Hot Chili Peppers - I Could Have Lied

Musikalisches Haareraufen!

Metallica - Nothing Else Matters

Ist natürlich zu erwähnen. Dies Lied hat eine ganze Generation geprägt, auch mich! Das ist ein Lied, das jeder Anfänger als erstes unbeholfen auf der Gitarre klimpern kann (liebe Enkel, die Gitarre war ein Instrument, welches aus einem Holzkorpus und 6 Saiten, meist aus Stahl, bestand).

Joan Osborne - The Man In The Long Black Coat

Eigentlich von Bob Dylan, aber durch ihre Stimme erst richtig gut!

Herbert Grönemeyer - Halt mich

Wenn dem männlichen Geiste eine solch schöne Liebeserklärung entspringt, wird man zwar in der Stammkneipe für ein tuckiges Weichei gehalten, aber in Wirklichkeit liegt einem die besungene Frau zu Füßen! Mit solch einem Talent kann man sich gleich die 10 in der Kneipe vornehmen... andere Kerle müssen mit der 6 anfangen und saufen, bis sie eine 8 ist!

Selig - Ohne Dich

Ein Klassiker deutschen Liedguts. Lerne Gitarre spielen und sing es der Frauenwelt. Du kannst sie alle haben, mußt ihnen nur das Pipi aus´n Augen wischen...

Nine Inch Nails - Hurt

Die 9 Zoll langen Nägel machen eigentlich Musik zum Weghören! Ganz anders "Hurt", ganz anders... Man steht bei einem Nine Inch Nails Konzert, hat sich gerade an den Baustellenlärm gewöhnt, dann kommt dieses Lied... und auf einmal weinen um einen herum gestandene Kerle wie kleine Kinder. Über dieses völlig faszinierende Phänomen habe ich mich mal mit dem Sänger von "Stone The Crow", einer süddeutschen Rockband, unterhalten. Die spielen das gerne mal auf ihren Konzerten. Zuletzt wurde das Lied großartig von Johnny Cash gecovert, kurz vor seinem Tod! Eins meiner absoluten Lieblingslieder!

Deus - Sister Dew

Muss ich hier einfach erwähnen, klingt wie früher, nur besser... oder so!

Björk - All Is Full Of Love (Video Version)

Björk ist ganz klar eins der wenigen musikalischen Genies der Neuzeit. Meistens zu genial für diese Welt und kaum anzuhören. Wenn sie sich allerdings mal zusammenreißt und der Einfachheit treu bleibt, merkt man erst, was für eine wunderschöne Stimme diese Frau hat!

Counting Crows - Colorblind

Punk am Klavier! 3 Akkorde reichen, um die gewünschte Stimmung zu erzeugen!

Echt - Vielleicht Lieber Morgen

Lacht nicht, die Jungs hatten echt was auf´m Kasten! Hatten wir nicht alle mal das Gefühl, aus lauter Trägheit etwas verpaßt zu haben?

Peter Gabriel - I Grieve

Man sitzt im stillen Kämmerlein und grämt sich. Peter Gabriel schafft es immer wieder auf geniale Art und Weise, simple aber sehr eingängige Melodien zu schaffen, mit teils ungewöhnlichen Klängen.

Massive Attack - Teardrop

Etwas völlig anderes, sowas gab´s bis dahin noch nicht und ist in seiner Art noch unerreicht!

System Of A Down - Spiders

Schwieriger Rocksong! Meiner Meinung nach geht es um einen Albtraum, der sich schleichend heranpirscht, immer wirrer, gruseliger und lauter wird, bis man schlagartig schweissgebadet aufwacht! Das Lied kam 1999 auf den Markt und ist seitdem mein "Alltime-Favourite". Ab in den CD-Player, "Repeat" gedrückt und 2 Stunden lang immer wieder dieses Lied gehört... und immer noch nicht satt davon!

K+K - Cosmic Philosophy

Wie mag wohl kosmische Philosphie klingen? Wie klingt - musikalisch betrachtet - überhaupt der Kosmos? Sehr faszinierender Ansatz...

Incubus - Aqueous Transmission

Fernöstliche Klänge sehr groovig begleitet, einfach den Fluss herabtreiben lassen! "Chillen" nennt man das heutzutage...

Travis - Sing

Mädels, traut Euch! Singt für uns! Wir mögen das! Dies Lied ist der beste Beweis dafür!

Blur - Out Of Time

So ging es jeden von uns schon einmal in unseren schnellebigen Zeit...

Coldplay - The Scientist

Ohne Frage ein sehr schönes Lied!

Audioslave - Shadow On The Sun

Allein dieser geile Titel!! Jeder, der gerne Rock hört und hier nicht mitwippt, hat keinerlei Groove! Die Stimme von Chris Cornell (Ex-Soundgarden) ist eh einzigartig!

Slipknot - Vermilion Part II

Richtig gelesen! Slipknot! Durch die Band "StoneSour" (vom Sänger von Slipknot) wußte ich schon, daß hinter diesem Lärm echtes Talent steckt. Man muss keinerlei Angst haben, sich zu erschrecken! Tolles Lied!

Diese 27 Lieder reichen nun also für eine Doppel-CD! Allerdings spiegelt dies nur meinen Musikgeschmack wieder! Wer bis hier hin durchgehalten und noch Anregungen hat, darf mir gerne schreiben! Mich interessiert es immer wieder, von welchen Lieder sich andere geprägt fühlen...