* Fipsens Weisheit im Mai *

17:36 Sonntag, 17. Mai 2009

Wer im Gottesdienst furzt, sitzt in seinem eigenen Kirchenstuhl.

* Fipsens Weisheit im April *

19:14 Montag, 13. April 2009

Der Mensch, der Spannbettlaken falten kann, ist zu allem in der Lage.

Cycling On Air

14:52 Sonntag, 5. April 2009

10 Dinge, die auf der ersten grossen Tour als Rennradeinsteiger auffallen:

  1. Motorradfahrer grüssen auch Rennradfahrer, sei es nun ob aus Mitleid, Schadenfreude oder Mitfreude an den ersten Frühlingssonnenstrahlen
  2. Frauen stehen auf gut gekleidete Rennradfahrer. In meiner schwarz/weissen Ausstattung wurde mir von jungen Damen im Vorbeifliegen ein "stylisch" hinterher gehaucht
  3. Ein Cornyriegel hilft nicht gegen den Hungerflash
  4. Ein Berg... ist ein Berg
  5. Ein Berg... tut weh
  6. Symbolisch wird ein jedes Leiden bei Schaltfaulheit durch kerkerhaftes Kettenrasseln und brennende Oberschenkel begleitet
  7. Ein Berg.... kann endlos sein
  8. Die fahrtwindschwangere Abfahrt hingegen lässt selbst bei milden Frühlingstemperaturen die Klöten auf Erbsengrösse schrumpfen
  9. Erst nach einer halben Stunde unter der heissen Dusche sind sie mit einem vernehmlichen Doppel"plopp" wieder da
  10. Das Erwachen ohne Erinnerung im Strassengraben lässt für die nächste Ausfahrt eine gewisse Skepsis wachsen

* Fipsens Weisheit im März *

18:43 Dienstag, 17. März 2009

Sei nicht neidisch, wenn jemand eine bessere Idee als Du hat. Vielleicht hast Du ja dazu beigetragen.

Nacht der Erinnerung

19:42 Mittwoch, 4. März 2009

Mindestens einmal im Leben hat jeder einen Traum, der alte, längst vergessen geglaubte Erinnerungen in einer schrecklich intensiven Mischung aus Realität, Geborgenheit und unglaublich vertrauten Gefühlen aus einer lange vergangenen Zeit wieder an die Oberfläche bringt. So intensiv, dass das Erwachen im heimischen Schlafzimmer, welches eigentlich vertraut sein sollte, sich fremd, beängstigend und verwirrend anfühlt. Noch Tage später gibt man sich der vergeblichen Hoffnung hin, dorthin zurückzufinden, wo man noch heute glaubt, am besten aufgehoben gewesen zu sein. Als man sich vor langer Zeit vornahm, ein Versprechen zu halten, das nun erst durch einen solchen Traum wieder ins Bewusstsein kam, weil der moderne Trend zum Vergessen und Verdrängen neigt. Was würde man investieren, um jemand bestimmtes ausfindig zu machen, von dem man inzwischen nicht einmal mehr weiß, ob er noch lebt? Wie weit würde man gehen, um ein Versprechen halten zu können, wissend, dass man sich möglicherweise einer wichtigen persönlichen Konstante in der Zeit beraubt hat.

Man geht heutzutage schon beim Kennenlernen davon aus, dass man Personen nicht über viele Jahre in Kontakt und im Bewusstsein halten wird.
Würde man denn jemandem, der einem heute sehr am Herzen liegt, bedingungslos vertrauen, wenn er sagen würde: "Wir werden uns 10 Jahre nicht sehen, aber sei genau heute in 10 Jahren an einem bestimmten Ort und warte. Ich kann Dir nicht sagen auf was und warum, aber es ist unglaublich wichtig!"
Das Erfüllen eines solchen Versprechens bedeutet das Bewahren alter Werte wie Vertrauen. Die Einsicht, in dieser Beziehung versagt zu haben, kostet unzählige schlaflose Nächte und somit die Chance auf einen erneuten Traum, in welchem man wenigstens dort, nur für eine Nacht, alles richtig machen kann.

* Fipsens Weisheit im Februar *

19:56 Donnerstag, 12. Februar 2009

Rasierschaum schmeckt nie so lecker, wie er aussieht.

Neues Trainings-Gayrät

20:01 Montag, 9. Februar 2009


Ich muss mir bestimmt anhören, dass weisse Fahrräder schwul aussehen. Steh ich drüber, aber Vättern rückt näher. Wenn ich rausgefunden habe, wie man damit geradeaus fährt, bremst und schaltet, lasse ich es Euch wissen.

* Fipsens Weisheit im Januar *

17:27 Donnerstag, 22. Januar 2009

Wenn das lila Nilpferd vom Regenbogen isst, wird der Strauch der Glückseligkeit neues Leben gebären.

Klingt wie mein Kopf sich anfühlt.

Die Domestizierung geht weiter. Sie stößt in Ebenen vor, an die kein Mann je zu denken wagte. Nach den üblichen Tücken des Kennenlernens und der anschließenden Entwürdigung zum Weichei besteht in einer eingespielten Beziehung eine testosteronschwangere Situation nur noch dann, wenn man auf dem Pott bei einem besonders sonor gelungenen Furz sich die fehlende Anerkennung nur selbst mit einem müden, halbherzigen und tonal viel zu hohem Grunzen verschaffen kann. Nach Anerkennung heischende Blicke durch die halb geöffnete Lokustür in Richtung Wohnzimmercouch hat man ganz schnell als schlechte Idee erkannt. Überhaupt ist es mal wieder Zeit für gute Idee, schlechte Idee:
Gute Idee: Der Frau ohne Grund Blumen schenken.
Schlechte Idee: Schlafende Frauen mit einem feuchten Fuzzi wecken... Gott, sind die nachtragend. Es ist auch eine schlechte Idee, in einen Swimmingpool ohne Wasser zu springen, aber da weiß man wenigstens, bis wann die Verletzungen verheilt sind.

Wie komme ich seit langem mal wieder auf dieses Thema? Ich habe ein Weihnachtsgeschenk bekommen. Und selten hat mich ein Geschenk so überrascht. Um meiner eigen Gesundheit Willen sei an dieser Stelle gesagt: Ich finde das Geschenk toll und praktisch, ganz ehrlich. Mir war nur nicht bewusst, dass der Anblick von durch Schlüssel, Handy, Brieftasche etc. ausgebeulten Hosentaschen für Frauen so unerträglich ist. Wir Männer sehen das ja eher pragmatisch. Man hat alles "am Mann", wie o.g. Alltagsgegenstände und ggf. Wasserspritzpistolen, eine Playstation und ein Rumpsteak, falls man später nochmal Hunger bekommt. Deshalb werden Hosen nur billig gekauft und alle 2 Jahre ersetzt.

Ich bekam zu Weihnachten also eine "Herrentasche". Richtig, das Äquivalent zur Damenhandtasche.... für Herren.... fürs Handy.... die Schlüssel... die Brieftasche.... sogar das Rumpsteak. Der Frau ist es 1. egal, dass man mit so einer Tasche schwul aussieht, 2. wahrscheinlich sogar recht, da man sofort für schwul und für andere Frauen somit als ungeeigneter Flirtpartner angesehen wird.

Geduldig trage ich also diese Tasche und ertrage stoisch die dummen Sprüche der Arbeitkollegen. Ich erfreue mich mit an straff sitzenden, unausgebeulten Hosen. Und eigentlich ist die Tasche praktisch.... wirklich.

Blick nach vorn

14:52 Sonntag, 4. Januar 2009

2008 war ein gutes Jahr. Alle Voraussetzungen, die man für´s Glücklichsein braucht, sei es idealistischer oder materialistischer Art, waren gegeben. Ich breche damit die deutsche Routine des andauernden Jammerns. Ich gehe sogar einen Schritt weiter: Ich weiß, dass 2009 auch ein gutes Jahr wird. Der drohenden Finanzkrise werde ich mich ein ander Mal widmen, wenn das überhaupt noch jemand hören will.

Was mich persönlich betrifft, so werden sämtliche im Jahr 2008 ausgeübten Anstrengungen im Jahr 2009 ganz sicher fruchten.

Was war gut in 2008:
  • Ich habe viel erlebt, viele alte Freunde wieder getroffen
  • Leute wieder getroffen, auf welche ich nicht so viel Wert gelegt habe. Und trotz der üblichen Schwabenklischees wurde ich auch positiv überrascht
  • Die neue Behausung (Dachgeschosswohnung) mit nur einem Nachteil: Sie wird schwer zu toppen sein
  • Rauchfrei geblieben
Das wird gut in 2009:
  • Die neue Dachterrasse im Sommer geniessen
  • Der Job (hoffe ich...)
  • Die Vättern Rundfahrt, die Anmeldung dort setzt mich zweierlei unter Druck. Zum einen die Anmeldung an sich, denn völlig untrainiert sollte man daran nicht teilnehmen. Das Training wird also hoffentlich wieder Kontur in den Körper bringen. Zum anderen kaufe ich mir für soviel widerstrebend Geld ein Trainingsgerät, dass das ausgegebene Geld auch benutzt werden muss
  • Der 30ste Geburtstag
Letzteres erfüllt mich mit ansteigender Neugierde. Ich kann mir wohl denken, dass man sich mit 30 nicht anders fühlt als mit 29, dennoch "sagt" sich das Alter damit anders. Bleiben da nur noch sämtliche dämliche Traditionen wie Fegen etc. Ich arbeite bisher erfolgreich dagegen, wenn man nur weiss, wo man betroffene Personen mit Drohungen am härtesten treffen kann. Bisher war alles dabei, vom plumpen Hausanzünden bis zur säuberlich zerlegten Katze im Briefkasten, der man vorher fachmännisch alle Körperflüssigkeiten entfernt und jede Kralle mit einer unterschiedlichen Farbe Nagellack lackiert hat. Oh ja, ich habe 2008 jede Folge von Dexter gesehen. Ein bisschen Dexter steckt in jedem von uns. Meiner kommt immer beim Autofahren raus, das wird sich auch 2009 nicht ändern.

Echte Vorsätze gibt es dieses Jahr derer nur zwei: Fit für Vättern werden, und endlich wieder mit offenen Augen durch die Welt gehen, mit jenem feinen Gespür für grenzdebile Alltagssituationen, das mir seit der Studienzeit hoffentlich nicht völlig verloren gegangen ist. Hoffentlich... immerhin gibt es diesen Vorsatz nun schon zum zweiten Mal....


Fipsen & bellendes Schwabola Part II

18:45 Donnerstag, 23. Oktober 2008

Es war nicht zu erwarten, dass sich die Schwaben dank meiner Abwesendheit verändert hätten. Und dennoch war ich auf meinem dienstlich und privat geprägten Ausflug zum Bodensee und zur Schwäbischen Ostalb überrascht. Kulinarisch wäre die Sprachgewalt der Schwaben nach wie vor vergleichbar mit Kartoffelbrei, ungewürzt. Alternativ mit Haferflocken, ohne Zucker.... und Milch. Aber ich gebe gerne zu, dass die Schwaben besser Fahren als die Lipper (vor allem flotter). Hier scheint überschüssige Energie frei zu werden, die beim Sprechen nicht genutzt wird. Denn die sprachliche Trägheit ist schon bei Wortlosigkeit deutlich vernehmbar, z.B. einem simplen Lachen. Lachende Schwaben klingen wie die verlangsamt abgespielte Aufnahme eines mit Seehunden voll besetzten Strandes, die aufgeregt wegen dreister Handtuchtouristen vor sich hinblöken. Ich sehe, dass die Schwaben ihre Münder bewegen, aber ich höre ständig nur dieses Geräusch.

Eine mir neue (oder verdrängte) Gattung habe ich dann doch noch erlebt: Provokative Schwaben. Ein provokativer Schwabe ist ungefähr so eindrucksvoll wie ein 4-jähriger Junge, der rebellisch zu seiner Mutter "Du Kacka!" sagt, und sie mit grossen Augen erwartungsvoll anschaut, was jetzt wohl passiert, nur weil er dieses böse Wort morgens im Kindergarten gelernt hat. Jede Mutter wird mir bestätigen können, dass es unmöglich ist, dabei ernst zu bleiben.

Die schwäbische Sparsamkeit ist immer noch vorbildlich, wie ich an meiner Unterkunft mit rustikalem Namen merkte. Schon im Internet wurde mit bewachten und überdachten Parkplätzen geworben. Um die Kosten durch Abnutzung und Reinigung in Grenzen zu halten, durfte man nur exakt vor der Überdachung parken. Verständlich. Den Gästen wird wohl des Weiteren empfohlen, auf dem Zimmer möglichst viel fernzusehen. Das würde zumindest erklären, warum das Zimmer mit 50er-Jahre Einrichtung weitestgehend staubfrei war, bis auf die ca. 4 Kilo hinter dem Fernseher. Nicht umsonst bringt das Schwabenland reichlich Ingenieure hervor, wenn selbst Hotelpersonal die Elektrostatik zu nutzen weiss. Eine Erweiterung der Hausordnung, die Fernseher nicht zum Bett zu drehen, wäre hier allerdings angebracht.

Selten musste ich einwandfreie und wohlintonierte Sätze, die ich meistens hinkriege, so oft wiederholen, wie in 3 Tagen Schwabenland. Eine gute Nachricht zum Schluss: Die kulinarische Weltsprache au "Big Mac" wird verstanden und lässt einen da unten wenigstens nicht verhungern.

*Pfffff* Nachtrag

18:27 Freitag, 3. Oktober 2008

Meine emotional bessere Hälfte beschwerte sich immer wieder bitterlich, dass mein Auto "angeglotzt" wird, siehe Punkt 1 unter Pfffff.
Nun, ich muss zugeben, zu Recht. Irgendwo auf der A7 überholt uns ein Kleintransporter mit 8 Polen an Bord, welche zwanghaft die rechte Fahrzeughälfte mit ihrem Gewicht strapazieren müssen, nur um mit offenen Mündern meine schwarzen Felgen zu sehen. Passenderweise läuft in diesem Moment im Radio "Das hat die Welt noch nicht gesehen" von den Söhnen Mannheims.
Wieder einmal ein prägendes Erlebnis mit Erkenntnisstempel.

"Pfffff"

18:15 Mittwoch, 17. September 2008

Ich bin bekennender Turbo-Fan geworden. Nicht nur auf rein sachlicher Ebene.

1. Die Passantenblicke, wenn man durch die heimische grosse Kleinstadt fährt. Ein schwarzes Auto mit schwarzen Felgen scheint dermaßen ungewöhnlich zu sein, dass man zu erwarten scheint, der Fahrer steigt aus und entpuppt sich nur als schnöde Tarneinheit. Zu Erkennen daran, dass eine Kopfklappe aufgeht und sich ein kleines grünes Männchen aufgrund der vorhergegangenen kurvenreichen Landstrasse auf die Schulter der Bedieneinheit übergibt. Das ist ein wesentlicher Faktor, der Mitfahrern schon mal peinlich ist.

2. Die Geräuschkulisse. Ohne technisch ins Detail gehen zu wollen, pfeift und zischt ein Turbo. Voller Euphorie ertappe ich mich immer wieder dabei, Mitfahrer darauf aufmerksam zu machen. "Hömma wie geil der Turbo pfeift und zischt! *pfeif* und *pffff*!!"
Ich muss dazu erwähnen, dass ich nicht müde werden, diese Geräuschkulisse stundenlang simultan nachzumachen. Bis ich irgendwann von der Beifahrerseite völlig entnervt angebrüllt werde: "Wenn Du nicht ständig *pffff* machen würdest, könnte ich auch wirklich mal den Turbo hören!" Seitdem versuche ich mich damit auf Stammtischgespräche zu reduzieren (mit vollem Mund allerdings auch nicht empfehlenswert). Das Fenster während des Beschleunigens mit dem Hinweis "Hörstes pfeifen?" im Winter zu öffnen ruft ebenfalls kein Verständnis hervor.

3. Die Heckansicht. Sie scheint so harmlos zu sein, dass Halbstarke entweder versuchen, den Titel eines bei mir im Kofferraum liegenden Buches zu entziffern, oder todesmutige Überholmanöver starten. Ich habe eins mit zunehmender Reife gelernt: Es gibt immer schnellere Autos als das eigene. Fehlende Einsicht ist dabei ein - wie ich finde - sehr sinnloses Streben nach Erfolgserlebnissen.

4. Die Leistung. Zugegeben, im Lipperland ist man schon mit 100 PS hoffnungslos übermotorisiert, schließlich haben die Lipper die Langsamkeit erfunden. Dennoch bietet die entsprechende Leistung, um Lipper in ihrer gewohnten Geschwindigkeit von 75 km/h auf der Landstrasse zügig überholen zu können, ein erhebliches Plus an Komfort.

5. Das Auto als Diskussionsgrundlage. Als langjähriger Fahrer alter BMWs zog es mich eine zeitlang noch in diverse BMW-Internetforen. Dort fand ich eines Tages einen Artikel über einen teil-entrüsteten BMW-Fahrer, der sich auf der Autobahn dem hier beschriebenen Modell geschlagen geben musste. Eine Einmischung konnte ich nicht unterlassen, allerdings war die fachlich fundierte Aussagekraft der Argumente der BMW-Fahrer nicht zu überbieten. Sämtliche rein sachlich von mir aufgeführten Argumente bzgl. Leistung, Verbrauch etc. konnten mühelos mit dem unschlagbaren Argument "ABER IST ES IST DOCH EIN VOLKSWAGEN!" entkräftet werden. Original gross geschrieben. Dieser Aussage habe ich nichts hinzuzufügen.

A Sausend Klicks

19:00 Sonntag, 10. August 2008

Unfassbar, eines der sinnlosesten Blogs der Welt (selbstdeklariert) hat die 1000 Klicks - Marke überschritten. Freude oder Unverständnis? Ich bin emotional geil verwirrt.
Du einer mir wohlgesonnener Zwischennetznutzer: Für Deine Sehnenscheidenentzündung vom vielen Klicken kann ich leider keine Haftung übernehmen, aber ich danke Dir von Herzen.

Fips beim Zahnarzt Part II

13:45 Samstag, 2. August 2008

4 Jahre nicht beim Zahnarzt gewesen zu sein kostet ungefähr 350 - 420 Euro. Danach ist die Mundhöhle zwar generalüberholt, dafür hat man jetzt aber Schmerzen, die man 4 Jahre lang zuvor nie hatte. Um Temperaturempfindlichkeit nachvollziehen zu können, hat das sadistische PorschefahrermitmeinemGeld-Pack das Eisspray entdeckt. Nur um auf meinen Schmerzenschrei mit "da ist doch gar nix!" zu reagieren. Auch ein Röntgenbild mit einem Gerät, das mich - wer weiß ob die schuckelige Helferin ihren Beitrag leistete - spontan an eine schwedische Penispumpe erinnerte (und mir dann doch nur an die Backe gehalten wurde), brachte letztendlich keinen Befund. Diagnose des Arztes: Du hast Schmerzen, aber da ist nix, und jetzt raus!

Nur gut, dass man vorher nicht 2 Stunden im Behandlungszimmer wartend versucht hat, die stolz präsentierten 2 x 2 Meter selbstgemalten Bilder des Arztes zu verstehen. Ich gab das mit dem festen Glauben auf, dass mir der Arzt gleich erzählen würde, dass es ein Phönix aus der Asche sei, gemalt nur mit Sperma und Orangensaft. Das hätte auch erklärt, warum ich den sonst gewohnten klinischen Geruch vermisste. Eine ingenieursmäßig gewagte Konstruktion, die 3 Plastikbecher, den grossen Sauger, 10 Watteröllchen und den Mundspiegel enthielt (keine weiteren Details, ich habe vor zu patentieren) sorgte während der 2 Stunden für dezente Geruchsentsorgung... und beinahe Hausverbot.

Immerhin hat er nicht einmal aus Rachegelüsten versucht, mit den üblichen Werkzeugen Zahnbluten zu provozieren und über meine Putzroutine zu meckern. Wahrscheinlich hat sich das letzte Ereignis bei jeder Tagung des ZVDDMPUAHZS (Zentraler Verband deutscher Zahnärzte mit Porsche und ausgeprägtem Hang zum Sadismus) im Laufe der letzten Jahre rumgesprochen.

Gott sei Dank war das nur der 2. Kollege der Gemeinschaftspraxis. Mein Stammarzt muss ja irgendwann wieder aus dem Urlaub kommen. Der hat zwar o.g. Kosten verursacht, aber dafür alles mit stoischer Nettigkeit adressatengerecht erklärt. War zwar gut gemeint, mir als Ingenieur die Fachbegriffe in den offenen Rachen zu hauchen. Dumm nur, dass ich trotz meiner technischen Begabung von Dentalmedizin genauso wenig Ahnung habe wie jeder andere Patient. Jetzt sag das dem Arzt mal mit durch Stahl und Watte unterstützter Maulsperre...
Ihm zuliebe allerdings werde ich das Porscheklischee demnächst ablegen, da er in der Tat jeden Tag mit dem Fahrrad zur Praxis fährt.